Fehlalarme rauben Kameraden den Schlaf
Auerbacher Feuerwehr zog Bilanz des Jahres 2010
Am
18. Februar war es in Auerbach soweit. Dort blickte
Wehrleiter Gunter Heckel mit Stolz auf das letzte Jahr: „Wir
hatten 2010 ganz schön zu tun. Es gab immerhin 15
Brandeinsätze, 99 technische Hilfeleistungen bei Unfällen
und leider auch 20 Fehlalarmierungen“, so Wehrleiter Heckel.
Laut seiner Feststellung sei es sehr frustrierend, mitten in
der Nacht wegen eines Fehlalarms ausrücken zu müssen.
Meistens sind dafür schadhafte Brandmeldeanlagen die
Ursache, „an Schlaf ist im Anschluss eines solchen Alarms
kaum noch zu denken“, weiß Heckel aus Erfahrung.
Kommen
Menschen zu Schaden, geht das den Feuerwehrleuten besonders
an die Nerven. „Wir wurden zu einem Unfall am Bahnhof im
Neubaugebiet gerufen. Dort wurde ein junger Mann von der
Vogtlandbahn erfasst. Die Bergung des Toten war schlimm“,
erinnert sich Heckel. Dramatisch waren auch mehrere schwere
Verkehrsunfälle an der Bundesstraße 169 und ein Brandeinsatz
in der Friedrich-Ebert-Straße. „Bei diesen Einsätzen hatten
wir alle Hände voll zu tun“, betonte der Feuerwehrchef.

Technisch und fachlich ist die Auerbacher Feuerwehr auf einem guten Stand. Im Jahr 2010 konnte ein nagelneuer Transporter seiner Nutzung übergeben werden. Wehrleiter Heckel wünscht sich für seine Mannschaft aber noch mehr Ausbildungskapazitäten. „Die Kameraden würden es schätzen, wenn sie noch mehr Schulungen und Seminare an den Feuerwehrschule besuchen könnten“, erklärte Heckel. Froh ist er trotzdem, dass im vergangenem Jahr zahlreiche Lehrgänge stattfanden und die Kameraden ihr Wissen erweitern konnten. Gunter Heckel kündigt weitere Schulungen an: „Es wird sich in Zukunft jeder Kamerad mit allen Geräten und Fahrzeugen der Wehr vertraut machen müssen. Nur dadurch können wir die tägliche Einsatzbereitschaft absichern.“
Neben
zahlreichen Beförderungen und Ehrungen (Fotos) gratulierten
die Auerbacher Feuerwehrleute mehreren Kameraden zu runden
Jubiläen. Vor allem Kamerad Gernot Haferkorn bekam viel
Beifall für seine sechzigjährige Mitgliedschaft in der
Auerbacher Feuerwehr.
Fotos: Hartwig