Feuerwehr übte im Container
Brandbekämpfung unter realen Bedingungen

Mächtig heiß wurde es am 6.
April den Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren aus
Auerbach, Rodewisch, Falkenstein und Lengenfeld. Jeweils
zwanzig Feuerwehrleute übten in einem sogenannten
Brand-Simulations-Container den Ernstfall. Bei 400 Grad
Celsius und kräftiger Rauchentwicklung wurde dabei der Brand
eines Kellerraumes täuschend echt nachgestellt.
„Der Brand-Simulations-Container ist ein Spezialfahrzeug,
wir haben diesen das erste Mal hier bei uns“, erklärte
Auerbachs Stadtwehrleiter Gunter Heckel. Auch in Deutschland
besitzt das High-Tech-Gerät Seltenheitswert.
Fernsehzuschauern wird es vielleicht aus der Sendung
„Spiegel TV“ bekannt sein. „In dem Container geht es äußerst
realistisch zu. Der künstliche Brand wird mit Hilfe von
Propangas erzeugt und dann mit jeder Menge Wasser unter
Kontrolle gebracht“, so Heckel.

Ihren simulierten Einsatz, der für jeweils zwei bis drei
Mann rund 15 Minuten dauerte, verbrachten die Kameraden
unter vollem Atemschutz. In Verbindung mit den hohen
Temperaturen und der deswegen notwendigen Schutzbekleidung
wurde die Brandbekämpfung zur Schwerstarbeit. „In der
viertel Stunde im Container werden von den Männern
Höchstleistungen abgefordert. Selbstverständlich wird dabei
alles genau beobachtet, analysiert und später ausgewertet,
betonte Gerd Hummel, Auerbachs Feuerwehr-Technikwart.
Innerhalb ihres Container-Einsatzes mussten die Kameraden
zunächst die Brandstelle in dem finsteren und stark
verqualmten „Kellerraum“ lokalisieren. Dabei stellte sich
heraus, das auch Chemikalien und Fett mit im Spiel waren.
Verletzte Personen wurden nicht festgestellt, die Bekämpfung
des Feuers konnte beginnen. Dies geschah in dem simulierten
Einsatz nur mit Wasser. Rund zehn Minuten dauerte der Kampf
gegen die Flammen, dann verließen die Feuerwehrleute den
Container-Keller über eine Luke.
Auerbachs Stadtwehrleiter Heckel lobte bei dem simulierten
Brandeinsatz den Kampfeswille seiner Kameraden. „Die Leute
sind bestens ausgebildet und physisch gut drauf. Der
Container gab uns einmal die Möglichkeit, unter realen
Bedingungen zu üben“, so Heckels Fazit. (HH)